Kai Wegner
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Tag der Einheit: Unsere Demokratie gegen alte und neue Feinde verteidigen
02.10.2020

Anlässlich des Tags der Deutschen Einheit am 3. Oktober erklärt der Vorsitzende der CDU Berlin, Kai Wegner:
 
"Der 3. Oktober ist ein Freudentag für Deutschland und Berlin. Seit 30 Jahren sind wir wieder vereint. Aus der geteilten Stadt Berlin wurde eine geeinte und weltoffene Metropole. Berlin ist das politische Zentrum Deutschlands und ein Sehnsuchtsort für alle freiheitsliebenden Menschen dieser Welt.
 
Am 3. Oktober erinnern wir uns voller Dankbarkeit an die hunderttausenden Menschen in Berlin und in der gesamten ehemaligen DDR, die mutig aufgestanden sind. Mit der Kerze in der Hand haben sie ein unterdrückerisches Regime zu Fall gebracht. Die Mauer wurde von Ost nach West niedergedrückt. Das mutige Aufbegehren der Ostdeutschen kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Mein Dank gilt zudem den Amerikanern sowie den Briten und Franzosen für ihr Vertrauen, ein wiedervereinigtes, größeres Deutschland in ihrer Mitte aufzunehmen. Auch Michail Gorbatschow sind wir zu bleibendem Dank verpflichtet. Und natürlich denken wir in diesen Tagen voller Dankbarkeit an Helmut Kohl. Der Kanzler der Einheit hat den Moment der Geschichte ergriffen und mit mutigen Entscheidungen die Einheit Deutschlands in einem vereinten Europa vorangetrieben.
 
Die Opfer der Teilung, die oft bis heute unter dem erlittenen Unrecht leiden, dürfen wir niemals vergessen. Die Aufarbeitung der SED-Verbrechen muss weitergehen. Der Unrechtsstaat DDR lehrt, dass die Werte, die uns so wichtig sind, alles andere als selbstverständlich sind. Deshalb müssen wir unsere Demokratie gegen alle alten und neuen Feinde verteidigen. Einigkeit und Recht und Freiheit sind ein Geschenk, das man sich verdienen muss, um es zu behalten.
 
Auf das bisher Erreichte bei der Vollendung der Einheit können wir gemeinsam stolz sein. Manches, was wir gemeinsam begonnen haben, ist noch nicht vollendet. Und manchmal sind auch neue Gräben hinzugekommen. Viele Menschen sind enttäuscht und haben sich von der Politik abgewandt. Diese Menschen möchte ich wieder von unserer Demokratie begeistern. Dazu gehört auch, unterschiedliche Lebensleistungen - in Ost und West - besser anzuerkennen und wertzuschätzen. Das geht nur mit respektvollem Dialog. Wir müssen wieder lernen, einander zuzuhören. Wir brauchen einen neuen Zusammenhalt. Auch das ist 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ein wichtiger Beitrag zur Vollendung der Deutschen Einheit."