Kai Wegner
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Senat verschärft Wohnungsnot für Normalverdiener
30.07.2020

Kai Wegner, Vorsitzender der CDU Berlin, erklärt zu den Plänen des Berliner Senats, wonach künftig zwei von drei Wohnungen der landeseigenen Wohnungsbauunternehmen bei Neuvermietungen an Menschen mit einem Wohnberechtigungsschein vermietet werden müssen:

„Der Wohnungsmarkt in Berlin ist angespannt wie nie. Die Corona-Pandemie hat die Wohnungssuche in der Stadt noch einmal verschärft. Besichtigungstermine bei freien Wohnungen sind heutzutage kaum noch zu bekommen. In dieser Situation verschärft Bausenatorin Lompscher noch einmal die Wohnungsnot – und zwar für diejenigen, die unsere Stadt am Laufen halten. Die Normalverdiener, die Familien, die Busfahrerin, der Polizist, die Krankenschwester – für sie alle ist schon jetzt kaum noch ein bezahlbares Angebot auf dem Markt vorhanden. Und künftig sollen ihnen noch mehr freie Wohnungen im landeseigenen Bestand vorenthalten werden. Das ist sozial ungerecht und vor allem: Das ist keine Politik für die ganze Stadt.
 
Die Vielfalt ist Berlins große Stärke. Diese Vielfalt muss sich auch in der Bewohnerstruktur der Häuser und Quartiere wiederfinden. Denn: Die Mischung macht´s. Lompscher gefährdet mit ihrer rigiden Quote die soziale Balance. Wir wollen soziale Vielfalt statt soziale Ghettos.
 
Alles, was diesem Senat einfällt, spielt Berlinerinnen und Berliner gegeneinander aus. Erst Radfahrer gegen Autofahrer, dann Außenbezirke gegen Innenstadt und nun noch Geringverdiener gegen Normalverdiener. Berlin braucht keine Mangelverwaltung, Berlin braucht Angebote. Nur wenn der Wohnungsmarkt neue Wohnungen dazubekommt, schaffen wir, es den Druck zu lindern. Wir brauchen Vorfahrt für Neubau von bezahlbaren Wohnungen für alle Einkommen, wir brauchen schnelle Genehmigungsverfahren und wir brauchen eine Vision für die Stadt von morgen. Die Bausenatorin steht leider für genau das Gegenteil.“