Kai Wegner
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Der 17. Juni verdient einen Ehrenplatz im Gedächtnis unserer Nation
17.06.2020

Anlässlich des Gedenkens an den Freiheitsaufstand vom 17. Juni 1953 erklärt der Landesvorsitzende der CDU Berlin, Kai Wegner:

„Der 17. Juni 1953 ist und wird immer ein besonderer Tag für uns Deutsche und für die Berlinerinnen und Berliner sein. Es ist der Tag, an dem Deutsche im Ostteil unseres damals getrennten Landes und unserer Stadt mutig aufbegehrten gegen ein Regime des Unrechts, der Unterdrückung und der gewaltsamen Entmündigung. Unzählige bezahlten für ihre Freiheitsliebe mit ihrem Leben, viele mehr verschwanden in den Kerkern des SED-Unrechtsstaates.

Mit diesem Tag ist vor den Augen der Welt sichtbar geworden, dass diese sozialistische Diktatur über keinerlei demokratische Legitimation verfügte und ihre Macht einzig und allein auf den Bajonetten der sowjetischen Besatzungsmacht und ihrer Hilfstruppen der SED beruhte. Den Mut und den Opferwillen der Männer und Frauen des 17. Juni dürfen wir nie vergessen. Heute wissen wir, dass ihr Opfer nicht vergebens war. Dass nach dem 9. November 1989 alle Deutschen in Einheit und Freiheit zusammenfinden konnten, ist auch ein Verdienst der Helden von 1953.

Der Tag des Volksaufstandes ist weit mehr als ein historisches Ereignis. Denn die Erinnerung an diesen Schicksalstag der deutschen Freiheitsgeschichte, der nun schon 67 Jahre zurückliegt, ist so aktuell wie eh und je. In einer Zeit, in der der politische Diskurs immer schärfere Formen annimmt, in der Radikale versuchen, das gesellschaftliche Klima zu vergiften, kann es in Deutschland nur eine Antwort geben: Die Antwort, dass Demokraten - jenseits allem, was sie sonst trennen mag - zusammenstehen gegen jede Form des Unrechts und der Unterdrückung, und dass sie zusammenarbeiten für Freiheit, Demokratie und die Herrschaft des Rechts.

Der 17. Juni verdient einen Ehrenplatz im Gedächtnis unserer Nation und unserer Stadt. Gerade in Berlin, in der Stadt, in der der Volksaufstand seinen Ausgang nahm, brauchen wir mehr authentische Erinnerungsorte. Der Freiheitskampf der Deutschen im Ostteil unseres Landes sollte noch stärker im Stadtbild verankert werden, beispielsweise durch Straßenumbenennungen und historische Hinweisschilder. Auch im Schulunterricht sollte der 17. Juni 1953 einen gewichtigeren Platz einnehmen. Der Jahrestag des Volksaufstandes mahnt uns zudem, das Mahnmal für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft entschieden voranzutreiben.“