70 Jahre Grundgesetz: Nie wieder Diktatur in Deutschland

Wegner für verpflichtende Gedenkstättenbesuche für Schüler

Kai Wegner besucht die Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen

Anlässlich des 70. Geburtstages des Grundgesetzes erklärt der Landesvorsitzende der CDU Berlin, Kai Wegner:

„Das Grundgesetz ist eine der größten Errungenschaften unserer Demokratie. In ihm bringen wir zum Ausdruck: ,Nie wieder Diktatur in Deutschland!‘ Die Menschenwürde, die Gewaltenteilung, die Grundrechte – all das wird durch unser Grundgesetz garantiert. Niemand muss Angst vor Willkür und staatlicher Verfolgung haben. Diese Errungenschaften erscheinen heute fast schon selbstverständlich. Aber noch vor 30 Jahren waren sie in einem Teil Deutschlands leider in keinster Weise gewährleistet. Wir müssen den liberalen und sozialen Rechtsstaat jeden Tag bewahren und verteidigen.

In der zweiten deutschen Diktatur wurden Menschen, die nicht mit dem System einverstanden waren, weggesperrt und gefoltert. In der Gedenkstätte Hohenschönhausen ist die Geschichte unseres Landes noch authentisch erfahrbar. Man spürt beklemmende Atmosphäre, man riecht den Mief der Stasi.

Schülerinnen und Schüler sollten in ihrer Schulzeit daher genau dies auch erleben. Dafür müssen wir die Gedenkstättenarbeit stärken, aber auch Besuche von authentischen Gedenkorten an das Unrecht der NS-Diktatur und des SED-Regimes verpflichtend in die deutschen Lehrpläne aufnehmen. Nur wer die Vergangenheit vor Augen hat, wird den grundgesetzlich garantierten Dreiklang von Frieden, Freiheit und Gleichheit schätzen und schützen.“

Hintergrund:

Der CDU-Landesvorsitzende Kai Wegner besuchte gestern gemeinsam mit der Lesben- und Schwulen Union (LSU) Berlin und der Jungen Union (JU) Berlin die Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen. Über 450.000 Besucherinnen und Besucher zählt die Gedenkstätte derzeit pro Jahr. Der LSU-Vorsitzende Mario Röllig war selbst für drei Monate Insasse des Stasi-Gefängnisses und führt heute als Zeitzeuge Besuchergruppen durch die Gedenkstätte.