Kampf gegen den illegalen Welpenhandel intensivieren

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Der Spandauer CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner fordert ein entschiedeneres Vorgehen gegen den illegalen Welpenhandel. Er sprach sich für die Einführung eines eigenen Straftatbestandes und für die Erschwerung des Handels mit Hundewelpen über das Internet aus. Notfalls müsse dieser sogar verboten werden, fordert Wegner.

 

Kai Wegner erklärt:

„Der illegale Welpenhandel hat derzeit einen neuen traurigen Höhepunkt. Fliegende Händler verkaufen insbesondere über das Internet ungehemmt die zum größten Teil unter grausamen Bedingungen gezüchteten und eingeführten Welpen auf Deutschlands Straßen. Fast täglich bekomme ich von Tierschützern entsprechende Hinweise.

Daher bin ich der Bundesregierung sehr dankbar, dass sie den Kampf gegen den illegalen Welpenhandel ernst nimmt und mit Nachdruck angegangen ist. Gerade Deutschland ist der erste Absatzmarkt für die in Osteuropa gezüchteten Welpen. Daher ist es richtig, dass Deutschland das Problem auch auf europäischer Ebene thematisiert und in der EU großen Druck ausübt.

Die große Koalition wird auch den Kampf gegen den illegalen Welpenhandel intensivieren. Der Gesetzgeber muss zwingend überprüfen, welche Maßnahmen getroffen werden können, um den Handel mit Hundewelpen über das Internet zu erschweren oder notfalls sogar zu verbieten. Internetplattformen wie eBay müssen hier stärker in die Pflicht und Verantwortung genommen werden.

In diesem Zusammenhang spreche ich mich auch für die Einführung des Straftatsbestands „Illegaler Welpenhandel“ aus. Wir dürfen diese mafiösen Strukturen nicht weiter bagatellisieren, sondern entschieden angehen. Es kann nicht sein, dass die Behörden illegale Welpenhändler nur aufgrund einer Ordnungswidrigkeit oder maximal dem Vorwurf des gewerbsmäßigen Betrugs verfolgen können. Bei den hohen Gewinnspannen ist es kein Wunder, dass die Händler die Bußgelder billigend in Kauf nehmen.

Ich wünsche mir jedoch auch eine intensivere Zusammenarbeit der Behörden, gerade hier in Berlin. Die CDU Berlin hat hierfür ein bezirksübergreifendes Meldesystem vorgeschlagen. Mein Eindruck ist jedoch, dass der Senat anders als die Bundesregierung den Welpenhandel nicht als Problem wahrnimmt. Hier muss der Senat endlich aufwachen und handeln.“