Kleine Helden – Das Programm für den Kinderschutz

Das Wertvollste in unserer Gesellschaft sind unsere Kinder. Es ist besonders verabscheuenswert, wenn Fremde die Arglosigkeit unserer Kleinsten ausnutzen wollen, um sich an ihnen zu vergehen. Anfang dieses Jahres sind in Spandau zum wiederholten Male Kinder belästigt worden. An einer Schule sollen zwei Männer sogar ein Mädchen verfolgt und versucht haben, dieses in ein Auto zu zerren. Diese und weitere Vorfälle haben den Spandauer Bundestagsabgeordneten Kai Wegner zum Handeln bewegt.

„Wir dürfen nicht abwarten bis es zu einem noch schlimmeren Fall kommt“, erläutert Kai Wegner sein Eingreifen. Kai Wegner konnte das Bezirksamt vom Präventionsprojekt „Kleine Helden“ überzeugen. Das Trainingsprogramm, das nunmehr seit April in teilnehmenden Grundschulen in den zweiten Klassen durchgeführt wird, vermittelt Kindern, wie sie sich in möglichen Gefahrensituationen richtig verhalten. Spielerisch, aber sehr realitätsnah lernen die Kinder eine geschärfte Wahrnehmung sowie ein sicheres Auftreten, mit welchem sie nicht mehr in das Beuteschema typischer Täter fallen. „Ich konnte mich persönlich von der erfolgreichen Arbeit des Präventionsprojektes überzeugen. Schon allein das deutliche und laute NEIN, das die Kinder üben, kann den Angreifer in die Flucht schlagen. Aber auch die Übungen, wie man beim Hinfallen schnell wieder aufsteht und wegläuft oder einen Lockvogel in einem Auto ignoriert, zeigen den Kindern, wie sie unheimlichen und gefährlichen Situationen begegnen können. Wenn dadurch nur ein einziger Übergriff verhindert werden kann, hat sich das Engagement bereits gelohnt“, so Kai Wegner.

Auch Fälle von Kindesvernachlässigung oder Verwahrlosung sorgen immer wieder für traurige Schlagzeilen. Um hier Abhilfe zu schaffen, ist auf Initiative von Kai Wegner bereits seit vier Jahren der Präventionsbus „Mobiler Kinderschutz“ auf Spandaus Straßen im Einsatz. Das Kinderschutzmobil ist regelmäßig an zentralen Orten im ganzen Bezirk anzutreffen. Zwei Fachkräfte an Bord bieten Spandauer Eltern, die Probleme mit ihren Kindern oder Fragen zur Erziehung haben, Hilfe an. „Das Präventionsprojekt liegt mir deshalb so am Herzen, weil ich mir wünsche, dass alle Kinder unbeschwert und glücklich aufwachsen können“, erklärt Kai Wegner. „Jedes Kind hat ein Recht darauf, in Liebe und Geborgenheit groß zu werden und mit Respekt und Wohlwollen behandelt zu werden. Wenn die Lebensumstände der Erwachsenen so schwierig sind, dass dieses Recht der Kinder nicht mehr gewährleistet ist, kann und muss es Unterstützung geben.“