Bund muss Vorreiter für termintreues und kostensicheres Bauen werden

Am heutigen Donnerstag informiert Bundesbauministerin Barbara Hendricks über das „Reformprogramm Bundesbau“, mit dem auf die mangelhafte Kosten- und Termintreue bei zahlreichen Bundesbauten reagiert werden soll. Hierzu erklärt das Mitglied des Bauausschusses des Deutschen Bundestages, Kai Wegner:

„Der Bund trägt als Bauherr eine besondere Verantwortung, weil er mit Steuermitteln baut und seine Bauten im besonderen Maße im Blickfeld der Öffentlichkeit stehen. Umso ärgerlicher ist es, wenn Bauprojekte des Bundes durch jahrelange Verzögerungen, Kostensteigerungen oder Pfusch am Bau in die Schlagzeilen geraten. Anspruch des Bundes muss es sein, mit seinen Bauvorhaben neue Maßstäbe in Sachen Termintreue, Bauqualität und Kostensicherheit zu setzen.

Der Bund muss seine Baukompetenz personell und institutionell stärken. Über ein starkes Projektmanagement muss der Bund sicherstellen, dass er jederzeit der Herr des Verfahrens ist und nicht in die Abhängigkeit von privaten Akteuren gerät. Zudem muss die Gebäudedatenmodellierung (Building Information Modeling, abgekürzt BIM) endlich bei allen Bauvorhaben des Bundes zum Standard werden. Durch die genaue geometrische Darstellung der Teile eines Gebäudes in einem integrierten Datenmodell lassen sich Fehlplanungen und Kostenexplosionen vermeiden, die Ressourcen- und Energieeffizienz steigern sowie die Projektakzeptanz bei Bürgern und in der Öffentlichkeit erhöhen.“

Zum Hintergrund:

Die geschätzten zusätzlichen Kosten bei insgesamt 40 Problembauten des Bundes summieren sich auf eine Milliarde Euro.