House of One wird vom Bund als herausragendes Städtebauprojekt gefördert

Kai Wegner, Mitglied der Jury „Nationale Projekte des Städtebaus“ und des Bauausschusses im Deutschen Bundestag sowie Großstadtbeauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, erklärt:

_YS16807„Ich freue mich, dass die gesamte Jury überzeugt werden konnte, mit dem House of One in Berlin etwas weltweit Einmaliges zu fördern. Als Haus des interreligiösen Dialogs hat das House of One eine hohe Symbolkraft und wird weit über Berlin hinausstrahlen. Wir schaffen im Herzen der deutschen Hauptstadt einen Referenzort für das friedliche Miteinander der Religionen. Das House of One wird das Näherrücken verschiedener Glaubensrichtungen aktiv gestalten. Es geht darum, eine neue urbane Integration und religiöse Teilhabe in einem gemeinsamen Alltag zu prägen.

Es ist wichtig, in den Dialog zu treten und gemeinsam weiter Brücken zu bauen. Nur dadurch können Verständnis, Toleranz und gegenseitiger Respekt gestärkt werden. Auch angesichts der Herausforderungen im Umgang mit geflüchteten Menschen sowie der Gewalt und Unterdrückung im Namen der Religion benötigen wir dringend einen symbolischen Hoffnungsort, der sich durch gegenseitigen Respekt und Achtung auszeichnet.

Berlin profitiert in diesem Jahr gleich doppelt von der Förderung des Bundes für nationale Projekte des Städtebaus. Neben dem House of One wird auf der Fläche des neu zu entwickelnden Stadtquartiers Elisabeth-Aue in Berlin-Pankow ein modulares Gebäude als sog. ‚Erste Adresse‘ die Entwicklung begleiten. Damit erhält die Elisabeth-Aue eine Anlauf- und Koordinationsstelle zur partizipativen Quartiersentwicklung, die zur Adressbildung als ‚Gartenstadt des 21. Jahrhunderts‘ beiträgt. Das ist ein großer Erfolg für Berlin.“

Zum Hintergrund:

Im Rahmen des Bundesprogramms Nationale Projekte des Städtebaus werden investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial gefördert. Auch in diesem Jahr stehen dafür rund 50 Mio. Euro bereit. Das House of One, welches Judentum, Christentum und Islam unter einem Dach vereint, erhält eine Bundesförderung in Höhe von 2,2 Mio. Euro, für die „Erste Adresse“ Elisabeth-Aue werden 1,4 Mio. Euro bereitgestellt.