Redknee muss erhalten bleiben! 260 Arbeitsplätze in Siemensstadt sichern.

 

Das kanadische Software-Unternehmen Redknee plant die Schließung seines bisherigen Standorts in der Spandauer Siemensstadt mit 260 Arbeitsplätzen, um gleichzeitig in Brandenburg ein neues Unternehmen mit deutlich weniger Arbeitsplätzen zu eröffnen. Anlässlich der heutigen Kundgebung der Redknee-Beschäftigten erklärt der Spandauer CDU-Bundestagsabgeordnete, Kai Wegner:

ov_20160311_0959102 klein„Es ist ein Skandal, dass trotz gültiger Standortsicherungsvereinbarung bis 2017 der Standort Siemensstadt zum September dieses Jahres geschlossen werden soll. Die geplante Standortverlegung legt eine Flucht aus der Tarifbindung der Beschäftigten und eine Aushebelung der betrieblichen Mitbestimmung durch das Unternehmen nahe. Die jetzigen Redknee-Mitarbeiter können sich zwar an den neuen Standorten bewerben, würden aber zu deutlich schlechteren Bedingungen eingestellt.

Die Redknee-Beschäftigten sind motivierte Fachkräfte und leisten gute Arbeit. Sie haben 10 Prozent Lohnverzicht geleistet, den Gürtel für ihre Arbeitsplätze, ihr Unternehmen und ihre Familien enger geschnallt und sich auf die getroffene Vereinbarung verlassen. Vor der ersten Verhandlungsrunde zwischen den Arbeitnehmern und der Geschäftsleitung habe mich deshalb auf der Kundgebung heute Vormittag noch einmal ausdrücklich für den Erhalt des Standortes in Siemensstadt stark gemacht und den Beschäftigten meine ausdrückliche Solidarität versichert.

ov_20160311_100200 klein

Ich fordere die Unternehmensleitung auf, ihre Standortentscheidung zu überdenken. Es ergibt keinen Sinn, in Spandau den Betrieb aufzugeben und dafür in Berlin und Potsdam zwei neue Standorte zu eröffnen. Denn alles, was an den neuen Standorten getan werden soll, kann auch vor Ort in Siemensstadt geleistet werden. Die Siemensstadt ist ein traditionsreicher und aufstrebender High-Tech-Standort. Das Technologie-Cluster im Thelen-Technopark ermöglicht innovative Vernetzungen und bietet Synergieeffekte. Hier hat Redknee allerbeste Zukunftsperspektiven.“