Graffiti-Schmierfinken das Handwerk legen

Graffiti-Schmierereien verursachen hohe Kosten im Berliner ÖPNV. Hierzu erklärt der Generalsekretär der Berliner CDU, Kai Wegner:

„Es ist völlig inakzeptabel, wenn sich Graffiti-Sprayer an fremdem Eigentum vergreifen. Auch die Schmierereien im Bereich des ÖPNV sind ein drängendes Problem und verursachen erhebliche Kosten. Die Täter schädigen die Allgemeinheit, weil die Beseitigungskosten auf alle Fahrgäste umgelegt werden müssen. Dieses Geld wäre so viel besser angelegt, wenn es in neue Fahrzeuge, in mehr Barrierefreiheit oder kürzere Taktfrequenzen investiert werden könnte.

Mittlerweile reisen Graffiti-Touristen aus ganz Europa nach Berlin, um Flächen mit ihren Schmierereien zu verunstalten. Der Spray-Tourismus wird begünstigt durch die mangelnde gesellschaftliche Ächtung dieser Taten in manchen politischen Kreisen. Hier muss es ein Umdenken geben, damit Berlin nicht zum Mekka der europäischen Sprayer-Szene wird. Bei Graffiti-Schmierereien handelt es sich um Straftaten, die noch konsequenter geahndet werden müssen. Den Schmierfinken, die nur den illegalen Kick suchen und sich nicht um die Konsequenzen scheren, muss das Handwerk gelegt werden.

Die Beförderungsunternehmen sollten an die guten Erfahrungen anknüpfen, die sie mit Videotechnik im Bereich der Gewaltprävention und Verbrechensaufklärung gemacht haben. Der Einsatz von Videotechnik schreckt potenzielle Täter ab. Auch wird es möglich, mehr Delikte aufzuklären und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen – in straf- und zivilrechtlicher Hinsicht.“

Zum Hintergrund:

Die BVG gibt jährlich fünf Millionen Euro zur Beseitigung von Vandalismusschäden aus, bei der S-Bahn sind es 6 Millionen Euro pro Jahr. Ein Großteil der Schäden wird durch Graffiti-Schmierereien hervorgerufen. Im vergangenen Jahr wurden 29 Täter aufgegriffen, die nicht aus Deutschland kamen, in Jahr 2013 waren es 63 ausländische Täter.