Mein Praktikum im Bundestag

Praktikantin Aylin und Kai WegnerDrei Wochen lang hat Jurastudentin Aylin ein Praktikum im Bundestagsbüro von Kai Wegner absolviert. Was sie dort erlebte, berichtet sie im aktuellen Blogbeitrag.

Politik abseits der Fernsehkameras

von Aylin Arzu Okutucu

 

Mein Name ist Aylin Arzu Okutucu und ich bin 18 Jahre alt. Ich wohne in Falkensee und studiere an der Universität Potsdam Rechtswissenschaften im 1. Semester.

Warum habe ich mich für ein Praktikum im Bundestag entschieden?

Ich habe mich dazu entschieden, in meinen Semesterferien ein Praktikum im Bundestag zu machen, da man hierbei tiefe Einblicke in die große Welt der Politik erlangen kann.
Man erlebt die Politik sozusagen abseits der Fernsehkameras. Außerdem bietet sich solch ein Praktikum – besonders für mich als Jurastudentin – an, da ich hierbei den theoretischen Studienstoff hautnah miterleben konnte.

Ich habe mein Praktikum im Bundestag im Zeitraum vom 05.03.2018 bis zum 23.03.2018 absolviert. Meine drei Wochen dort waren sehr vielfältig, instruktiv, bemerkenswert und haben meine Erwartungen mehr als erfüllt.

Jedes Bundestagspraktikum beginnt mit dem Gang zur Ausweisstelle. Nach eingehender Prüfung der persönlichen Daten erhält jeder Praktikant einen Hausausweis. Dieser berechtigt einen, sich vollkommen frei in sämtlichen Häusern des Deutschen Bundestages zu bewegen.

Zu meinem Glück waren zwei der drei Wochen meines Praktikums Sitzungswochen. In dieser Zeit begleitete ich den Bundestagsabgeordneten Kai Wegner zu einigen seiner wöchentlichen Termine, wie z.B. zu Ausschüssen oder Konferenzen. Die erste Woche meines Praktikums war eine sitzungsfreie Woche. In dieser Woche durfte ich  gemeinsam mit weiteren Praktikanten des Bundestages an sehr interessanten und lehrreichen Vorträgen und Führungen verschiedener Ministerien teilnehmen (z.B. Finanzen; Soziales und Arbeit; wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungen; Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit).

In der restlichen Zeit arbeitete ich im Büro von Herrn Wegner. Im Büro herrscht ein sehr angenehmes  Arbeitsklima, indem man sich vom ersten Tag an direkt willkommen und wohl gefühlt hat. Mir wurden meine eigenen Aufgaben übertragen, die ich selbstständig bearbeiten durfte. Der Großteil meiner Arbeit im Büro war, Zuschriften von Bürgern zu beantworten. Ich musste mich eigenverantwortlich in die verschiedenen Themengebiete der Zuschriften einarbeiten und eine ausführliche Antwort vorbereiten, die Herrn Wegner anschließend zur Freigabe gegeben wurde. Dies förderte meine Fähigkeit, eigenständig Texte zu Papier zu bringen, welche in meinem weiteren Studium sehr nützlich sein wird. Zur eigenständigen Recherche wurde mir zusätzlich die Möglichkeit gegeben, mich in der Bundestagsbibliothek, eine der größten Parlamentsbibliotheken weltweit, mit der zahlreichen Literatur zu befassen.

Meine persönlichen Höhepunkte des Bundestagspraktikums sind ganz klar die Plenarsitzung über den Einsatz der Bundeswehr im Irak und Afghanistan sowie die Konferenz mit eBay über den illegalen Welpenhandel. Im Plenum spürte ich die Lebendigkeit der Politik und ich konnte hautnah dabei sein. Ich hatte die Möglichkeit, vielen Abgeordneten sowie auch der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihren Reden zum geplanten Bundeswehreinsatz zuzuhören.

Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, mein Praktikum im Bundestag zu absolvieren und möchte die Erfahrungen, die ich während meiner Zeit hier gesammelt habe, nicht missen. Die drei Wochen, die ich im Bundestag verbringen durfte, haben mein Interesse für die Politik geweckt und ich kann jedem Schüler oder Studenten ein Praktikum im Bundestag sehr empfehlen.