Bundestag erleichtert Carsharing-Förderung – Angebotserweiterung für Berlins Außenbezirke

Der Deutsche Bundestag will das Carsharing insbesondere in Großstädten erleichtern. Am morgigen Donnerstag wird dazu das von der Bundesregierung eingebrachte Carsharinggesetz beraten. Hierzu erklärt der Vorsitzende der Landesgruppe Berlin in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Spandauer Bundestagsabgeordnete Kai Wegner:

„Der Bund will die Mobilität in den Städten mit Carsharing weiter fördern. Die Lebensqualität in Städten wie Berlin wird sich erhöhen, wenn sich mehrere Nutzer ein Auto teilen und sich die lästige Parkplatzsuche minimieren lässt. Weniger Autos, weniger Stau und weniger Abgase durch oftmals strombetriebene oder C02-Ausstoß-reduzierte Fahrzeuge werden die Luftqualität in Deutschlands Großstädten verbessern. Auf der anderen Seite fallen hohe Anschaffungs- und Unterhaltungskosten für die Nutzer weg.

Der Bund stellt bei der Mobilität von Morgen die richtigen Weichen: Auch Länder und Kommunen sind zum Handeln aufgefordert. Die Möglichkeiten, die der Bund schafft, verpuffen sonst wirkungslos. Daher sollte der Berliner Senat schon jetzt den Kontakt zu den Carsharing-Unternehmen suchen, um die Förderungsmöglichkeiten praxisgerecht auszugestalten.

Gerade die Außenbezirke Berlins müssen sehr kurzfristig in das Carsharing-Netz einbezogen werden. Bezirke wie Spandau, Treptow-Köpenick oder Steglitz-Zehlendorf sollten ebenso von den neuen Konzepten städtischer Mobilität profitieren wie die Innenstadtbezirke. Bei wirtschaftlichen Bedenken der Unternehmen sollte der Senat klare Vorgaben wie auch finanzielle Förderungsmöglichkeiten ernsthaft in Erwägung ziehen.“

 

Das Carsharing nimmt in Deutschland stetig zu. Zum Jahresbeginn 2017 konnte die Branche gut ein Viertel mehr Kunden als im Vorjahr verzeichnen. Insgesamt wurden 1,7 Millionen Nutzer registriert, ein Zuwachs von 455.000 gegenüber 2016. Mit dem Carsharinggesetz (CsgG) in Kombination mit der Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften erhalten Länder und Kommunen die Möglichkeit, Parkbevorrechtigungen und Parkgebührenbefreiungen für Carsharingfahrzeuge einzuführen.