Warum eine Geschlechterquote bei der Einreise von Flüchtlingen sinnvoll ist

Mit meinem nachstehenden Positionspapier zur „Einführung einer Geschlechterquote bei der Einreise von Flüchtlingen in die Bundesrepublik Deutschland“ möchte ich einen Diskussionsanstoß für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in unserer Gesellschaft setzen.

Grundannahme

Frauen und Kinder sind besonders schutzbedürftig und sollten daher vorrangig von der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen werden.

Problemstellung

Tatsächlich kommen in Deutschland jedoch vor allem junge Männer als Flüchtlinge an. Im Jahr 2016 wurden laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 722.370 Asylerstanträge gestellt. 65,7% davon von Männern. In der Altersgruppe 18-30 Jahren ist das Geschlechterverhältnis sogar 74% Männer zu 26% Frauen. Häufig sind diese Männer alleinstehend und haben auch im Herkunftsland keine Partnerin.

Ein Überschuss an Männern kann eine Gesellschaft aus dem Gleichgewicht bringen. Wenn das Geschlechterverhältnis aus der Balance gerät, gefährdet dies das friedliche Zusammenleben. Wenn eine große Zahl von Männern partnerlos ist, kann dies zu Frustration und zu aggressivem Verhalten führen. Dieses Phänomen und die zugrundeliegenden Mechanismen sind aus Ländern wie China oder Indien, in denen es einen Männerüberschuss gibt, bekannt.

Zielstellung

Ein ausgewogenes Verhältnis von Männern und Frauen unter den Flüchtlingen muss deshalb auch im Hinblick auf deren Integration in unsere Gesellschaft aktiv angestrebt werden.

Ziel muss es sein, auch und gerade in den jungen Altersgruppen, aus denen sich die Mehrzahl der Flüchtlinge rekrutiert, ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu sichern bzw. die bereits bestehenden Ungleichgewichte nicht weiter zu verstärken.

Lösung

Eine Geschlechterquote, die faktisch eine Frauenquote wäre, würde das Gleichgewicht der Geschlechter herstellen.

Konkrete Ausgestaltung der Geschlechterquote:

Mit Beginn des Jahres 2018 wird nach jedem Monat ermittelt, wie viele erwachsene Männer und Frauen als Schutzsuchende nach Deutschland eingewandert sind.

Würde nach dem Monat Januar festgestellt, dass die Zahl der aufgenommenen Männer die Zahl der Frauen übersteigt, würden bis auf weitere allein reisende Männer an der Grenze abgewiesen – um dies effektiv sicherzustellen, muss die Bundespolizei ihre Kontrolltätigkeiten erhöhen. Einreisen dürften dann nur noch Frauen, Kinder sowie (Ehe-) Paare.

Sobald das Verhältnis von Frauen und Männern, die als Flüchtlinge nach Deutschland eingereist sind, wieder im Gleichgewicht ist, entfällt die Zurückweisung allein reisender junger Männer an den Grenzen.

Nach einem Monat wird erneut das Geschlechterverhältnis ermittelt und ggf. greifen erneut die oben beschriebenen Maßnahmen zur Sicherung eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses unter den Flüchtlingen.

Vorteile der Geschlechterquote:

Die Zahl der insgesamt aufzunehmenden Flüchtlinge verringert sich spürbar. Dennoch werden Frauen und Kinder als besonders schutzbedürftige Personen weiterhin unbegrenzt aufgenommen, sofern ein konkreter Fluchtgrund besteht.

Das Verfahren sorgt für ein ausgewogeneres Geschlechterverhältnis und verbessert damit die Bedingungen für eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge in unsere Gesellschaft.

Rechtliches

Der Artikel 16a Grundgesetz regelt das Asylrecht für politisch Verfolgte. Im Artikel 16a Absatz 2 Grundgesetz wird geregelt, dass diejenigen, die über einen Mitgliedsstaat der Europäischen Union einreisen, sich nicht auf dieses Asylrecht berufen können. Die Dublin III-Verordnung regelt darüber hinaus, dass in dem Staat das Asylverfahren zu eröffnen ist, in dem zum ersten Mal europäischer Boden betreten wird.

Dass eine Abweisung bereits an der deutschen Grenze rechtlich möglich ist, zeigt der Umstand, dass die Bundespolizei im Jahr 2016 sogar 620 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufgrund fehlender Einreisevoraussetzungen an der deutschen Grenze abgewiesen hat. Wenn sogar minderjährige unbegleitete Flüchtlinge an der deutschen Grenze abgewiesen werden können, sollte dies erst Recht bei alleinreisenden volljährigen Männern möglich sein.