Erweiterter Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende – Bund-Länder-Kompromiss zeitnah notwendig

Am morgigen Donnerstag wird die Ministerpräsidentenkonferenz mit dem Bund über die Neuregelung des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende beraten. Hierzu erklärt der Großstadtbeauftragte und Vorsitzende der Landesgruppe Berlin in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Kai Wegner:

_YS16807„Im Interesse der Alleinerziehenden erwarten wir von den Ländern, die Kosten für den erweiterten Unterhaltsvorschuss mitzutragen. Die Anhebung der Altersgrenze auf das 18. Lebensjahr war ein wichtiger Schritt, um Alleinerziehende zu entlasten. Nun muss schnellstmöglich eine Einigung über die Finanzierung der Mehrkosten folgen, damit das Geld auch zeitnah dort ankommt, wo es gebraucht wird. Der Bund hat bereits signalisiert, die Länder stärker als bisher zu unterstützen. Nun sind die Länder am Zuge, damit die geplante Regelung auch Anfang 2017 in Kraft treten kann.

Mehr als ein Drittel der erwerbstätigen Alleinerziehenden aus dem Hartz-IV-Bezug zu führen ist richtig. Auch sie sind Leistungsträger unserer Gesellschaft, die die tägliche Mehrfachbelastung häufig allein zu stemmen haben. Alleinerziehende finanziell zu entlasten, ist auch ein wichtiger Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit.

Der Anteil der Alleinerziehenden ist in den Großstädten besonders hoch und oft sind gerade Kinder aus den großen Städten von Kinderarmut betroffen. Der Staat steht daher in der Pflicht, den Alleinerziehenden die notwendige finanzielle Unterstützung zu gewähren und einen Beitrag zur Senkung der Kinderarmut zu leisten.“

Hintergrund:

Bundesweit werden 20 Prozent aller Familien von Alleinerziehenden gemanagt; in großen Städten ist der Anteil höher, bspw. beträgt er in Berlin 31,9 Prozent. Auch die höchsten SGB-II-Quoten bei unter 18-Jährigen sind in Großstädten zu verzeichnen; dabei ist Bremerhaven mit 40,5 Prozent führend.