Lügengeschichte um angeblich toten Flüchtling ist ein Tiefpunkt der politischen Kultur

Zu einem angeblichen toten Flüchtling in Berlin erklärt der Vorsitzende der Landesgruppe Berlin in der CDU/ CSU- Fraktion und Generalsekretär der CDU Berlin, Kai Wegner:

„Die Lügengeschichte und die damit einhergehenden Reaktionen um einen angeblich toten Flüchtling sind ein Tiefpunkt der politischen Kultur. Hier wurde auf Basis einer falschen Behauptung eine Empörungsmaschine ohnegleichen angeworfen. Viele derjenigen, die gestern mit Vorverurteilungen schnell bei der Hand waren, sind heute verstummt. Da würde man manchem schon wünschen, dass er die menschliche Größe für Selbstkritik und eine Entschuldigung in sich entdeckt. Das gebietet der Anstand.

Ich möchte gar nicht über die Motive des Flüchtlingshelfers spekulieren. Fest steht jedenfalls, dass der Zweck nicht alle Mittel heiligt. Mit seiner Lüge hat der Helfer den geflüchteten Menschen in Berlin einen Bärendienst erwiesen. Auch die Vorsitzende von „Moabit hilft“ hat mindestens eine unglückliche Rolle gespielt. Eine ganze Stadt wurde lahmgelegt für einen Toten, den es gar nicht gibt. Wer kommt eigentlich für diese Kosten auf?

Jetzt ist es Zeit für eine Rückkehr zur Sachlichkeit. Das Flüchtlingsthema ist zu ernst, um damit Kampagnen, Parteipolitik oder Wahlkampf zu betreiben. Es handelt sich hier um eine Aufgabe von gesamtstädtischer Bedeutung, die die gesamte Regierung fordert. Aber auch die Opposition sollte hier konstruktiv unterstützen. Jeder ist aufgefordert, an seinem Platz mitzuhelfen, dass unsere Stadt diese Bewährungsprobe besteht.“