Zeugnis ohne Noten führt auf den bildungspolitischen Holzweg

Eine von der CDU Berlin in Auftrag gegebene FORSA-Umfrage (1.006 Berliner) anlässlich des Schulbeginns in Berlin ergab, dass eine überwiegende Mehrheit von 85 Prozent der Berlinerinnen und Berliner der Meinung ist, dass Berliner Schülerinnen und Schüler auch weiterhin Schulnoten erhalten sollten. Dazu erklärt der Generalsekretär der Berliner CDU, Kai Wegner:

„Die Menschen in unserer Stadt haben mit linken Experimenten im Bildungsbereich und biederer Gefälligkeitspädagogik nichts am Hut. Den immer wieder laut werdenden Überlegungen von rot-grünen Landesregierungen nach Abschaffung der Schulnoten wurde von den Berlinerinnen und Berlinern eine klare Absage erteilt. Die aktuelle Forsa-Umfrage bestätigt eindrucksvoll, dass die CDU mit ihrem klaren Bekenntnis zur Beibehaltung der Schulnoten dem Willen der Eltern Rechnung trägt. Die CDU wird sich auch in Zukunft für eine unideologische und pragmatische Bildungspolitik stark machen.

Verantwortungsvoll konzipierte und vergebene Schulnoten spiegeln nicht nur den Leistungsstand einer Schülerin oder eines Schülers anhand greifbarer und vergleichbarer Kriterien wider, sondern sind auch ein wichtiger Ansporn für gute schulische Leistungen. Ohne sie erhalten weder die Schülerinnen und Schüler selbst noch ihre Eltern verlässliche Rückmeldungen über die schulischen Leistungen. Es wäre fahrlässig, ihnen durch die Abschaffung der Schulnoten die Möglichkeit einer klaren Orientierung zu nehmen.

Das Zeugnis ohne Noten führt auf den bildungspolitischen Holzweg. Schule braucht eine Kultur der Leistung und der Anstrengung, weil sie unsere Kinder auf das Leben vorbereiten soll. Konkurrenz erleben Schülerinnen und Schüler spätestens bei der Arbeitsplatzsuche. Motivation und Leistungsbereitschaft sind der Schlüssel zu sozialem und wirtschaftlichem Erfolg. Falsch verstandene Sozialromantik ist nicht im Interesse unserer Kinder, sondern Ballast für deren weiteren Lebensweg.

Hintergrund:

Im Schuljahr 2008/2009 wurde von der von Jürgen Zöllner (SPD) geführten Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft in Berlin ein Pilotprojekt mit Gemeinschaftsschulen gestartet, an denen die Schülerinnen und Schüler weitgehend keine Noten mehr bekommen.