Privaten Einbruchsschutz steuerlich fördern

Die Zahl der Einbrüche erreicht den höchsten Stand seit vielen Jahren. Insbesondere in den Stadtstaaten schlagen Einbrecher zu. Hierzu erklärt der Großstadtbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Kai Wegner:

„Die Einbruchszahlen geben Anlass zur Sorge. Gerade in den Stadtstaaten ist das Risiko, Einbruchsopfer zu werden, besonders hoch. Die Opfer von Wohnungseinbrüchen leiden, weil das Urvertrauen in den Schutz der eigenen vier Wände erschüttert wird. Der Verlust des subjektiven Sicherheitsgefühls ist oft schlimmer als der materielle Schaden. Bund und Länder sind in der Pflicht, der Einbruchskriminalität noch entschiedener zu bekämpfen.

Im Koalitionsvertrag haben CDU, CSU und SPD vereinbart, präventive Maßnahmen der Bürger gegen Einbruchskriminalität zu unterstützen. Dieses Vorhaben gilt es nun mit Leben zu füllen. Ausgaben für die Einbruchssicherung müssen steuerlich besser absetzbar werden, denn gerade gesicherte Fenster und Türen lassen Einbrecher von ihrer Tat absehen. Eine steuerliche Förderung für den privaten Einbruchsschutz ist ein wichtiger Beitrag, um kriminellen Banden die Geschäfte zu verderben.“

Zum Hintergrund:

Die Gesamtzahl der Einbrüche in Deutschland betrug im Jahr 2014 rund 150.000 und erreichte damit den höchsten Stand seit 16 Jahren. In den Stadtstaaten ereigneten sich besonders viele Einbrüche. In Bremen gab es 465 Einbrüche pro 100.000 Einwohner, in Hamburg 429 und in Berlin 355. Im Flächenland Bayern lag die Zahl der Einbrüche hingegen bei lediglich 65 pro 100.000 Einwohner.