Herrschaft des Rechts statt Recht auf Rausch – Null Toleranz gegen Drogen

In der Berliner SPD werden Stimmen laut, die das Null-Toleranz-Konzept gegen Drogen, das von den CDU-Senatoren Frank Henkel und Thomas Heilmann vorgestellt wurde, in Frage stellen und stattdessen für die Einführung sogenannter Coffeeshops plädieren. Hierzu erklärt der Generalsekretär der Berliner CDU, Kai Wegner:

„Wir brauchen keine Coffeeshops, mit denen der Staat selbst zum Dealer wird, sondern eine gesellschaftliche Ächtung von Marihuana. Es geht darum, gerade junge Menschen vor einer Drogenkarriere zu bewahren. Wer glaubt, Drogenkonsum ausgerechnet durch die erleichterte Abgabe von Drogen eindämmen zu können, begibt sich auf einen Irrweg. Angesichts der massiven gesundheitlichen Gefahren des Kiffens hätte eine Legalisierung eine verheerende Signalwirkung.

Bereits heute hat Berlin bundesweit die meisten Cannabis-Konsumenten. Diesen Missstand will die Berliner CDU aktiv bekämpfen statt vor der Kreuzberger Realität zu kapitulieren. Es geht vor allem um den Schutz von Kindern und Jugendlichen. Das Null-Toleranz-Konzept von Frank Henkel und Thomas Heilmann ist das richtige Signal. Wir machen uns stark für die Herrschaft des Rechts statt für das Recht auf Rausch.“

Zum Hintergrund:

Die Zahl der Kiffer ist in Berlin deutschlandweit am höchsten. Die Altersgruppe der 18- bis 20-Jährigen weist den höchsten Konsum auf. Jeder fünfte Student kifft mehrmals pro Woche bis täglich, ähnlich sieht es bei Berufsschülern und Auszubildenden aus. Wer regelmäßig Cannabis konsumiert, hat ein stark erhöhtes Risiko für krankhaft Angstzustände, Depressionen und Psychosen. Gerade bei jungen Menschen führt die Droge zu Fehlschaltungen im Gehirn.