Bundeswohnungen: BImA signalisiert Entgegenkommen – Müller muss handeln

Der Vorstandssprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), Dr. Jürgen Gehb, hat die grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, Bundeswohnungen unter Bezugnahme des sogenannten „privilegierten Verkaufs“ an das Land Berlin zu veräußern. Hierzu erklärt der Vorsitzende der Landesgruppe Berlin in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Kai Wegner, MdB:

„Herr Dr. Gehb hat mir in einem persönlichen Gespräch signalisiert, dass die BImA bereit wäre, Berliner Wohnungen des Bundes direkt an das Land Berlin zu verkaufen. Das Entgegenkommen von Herrn Dr. Gehb begrüße ich sehr, denn so könnten preistreibende Bieterverfahren verhindert werden. Der Verzicht auf Verkäufe nach dem Höchstgebot wäre eine enorme Chance für den angespannten Berliner Wohnungsmarkt. Luxussanierungen, die zu einer Verdrängung der ortsansässigen Bevölkerung führen, wären dann in vielen Fällen nicht mehr möglich. Wohnungen sind nicht irgendeine Ware, sondern das Zuhause von Menschen.

Michael Müller sollte diese Chance ergreifen und noch als Bausenator das Gespräch mit der BImA suchen. Der Wohnungsmarkt in Berlin ist so eng, dass die Verhandlungen nicht auf die lange Bank geschoben werden dürfen. Bei den Gesprächen gilt es, ein möglichst großes Paket zu schnüren, um einen angemessenen Preis zu erzielen. Am besten wäre es, wenn die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften oder Genossenschaften das gesamte Wohnungsportfolio der BImA übernehmen würden. Um vom guten Willen der BImA profitieren zu können, darf Herr Müller nicht als feilschender Schnäppchenjäger auftreten. Grundlage für die Verhandlungen sollte der Verkehrswert sein, der bei einer En-bloc-Bewertung einen für beide Seiten fairen Preis ermöglicht.“

Zum Hintergrund:

Die BImA bewirtschaftet in Berlin mehr als 5.000 Wohnungen, von denen sie 1.700 bis zum Jahr 2018 verkaufen will. Aufgrund gesetzlicher Regelungen verkauft die BImA die Wohnungen grundsätzlich zum Höchstpreis, der in einem Bieterverfahren ermittelt wird.