BImA-Wohnungen – Müller muss jetzt Nägel mit Köpfen machen

Erstmals hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) 84 Mietwohnungen ihres Berliner Bestandes nicht zum Höchstpreis, sondern zum Verkehrswert an das städtische Wohnungsunternehmen Gesobau vergeben. Hierzu erklärt der Generalsekretär der Berliner CDU, Kai Wegner:

Die erstmalige Vergabe eines Wohnungspakets zum Verkehrswert ist ein wichtiges Signal für bezahlbares Wohnen in Berlin. Ich danke dem BImA-Vorstandssprecher Dr. Gehb dafür, dass es endlich Bewegung bei den Bundeswohnungen gibt und er sein Wort gehalten hat. Das Geschäft zeigt, dass es möglich ist, mit spitzem Bleistift zu rechnen und trotzdem die speziellen Belange der Mieterstadt Berlin zu berücksichtigen.

Der Erwerb von 84 Wohnungen kann nur ein erster Schritt sein. Senator Müller muss jetzt Nägel mit Köpfen machen. Der Weg, mit der BImA fair über realistische Preise zu verhandeln, muss konsequent fortgesetzt werden. Das nutzt allen Beteiligten, insbesondere aber den Mieterinnen und Mietern.

Das Ziel muss sein, mindestens die rund 1.700 Bundeswohnungen, die bis 2018 veräußert werden sollen, für Berlin zu sichern. Am besten wäre es, wenn die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften oder Genossenschaften das gesamte Wohnungsportfolio der BImA auf Basis des Verkehrswertes übernehmen würden. Die En-bloc-Bewertung eines möglichst großen Pakets sichert für beide Seiten einen fairen Preis. Wohnungen sind nicht irgendeine Ware, sondern das Zuhause von Menschen.“

Zum Hintergrund:
Die BImA bewirtschaftet in Berlin mehr als 5.000 Wohnungen, von denen sie 1.700 bis zum Jahr 2018 verkaufen will. Aufgrund gesetzlicher Regelungen verkauft die BImA die Wohnungen grundsätzlich zum Höchstpreis, der in einem Bieterverfahren ermittelt wird. In einem persönlichen Gespräch mit Kai Wegner signalisierte BImA-Vorstandssprecher Dr. Jürgen Gehb die Bereitschaft der BImA, bei den Berliner Beständen vom Höchstpreisverfahren abzusehen