Bund soll Checkpoint Charlie sichern- Würdige Erinnerungskultur für historischen Ort entwickeln

Kai Wegner, Vorsitzender der Landesgruppe Berlin in der CDU/ CSU-Fraktion im Bundestag, erklärt angesichts der aktuellen Diskussion um den Checkpoint Charlie:

„Es muss verhindert werden, dass das Areal am Checkpoint Charlie wiederholt international verramscht wird. Das ist dieses historischen Ortes unwürdig. Der Checkpoint Charlie als einer der erlebbaren Orte unserer jüngeren Geschichte sollte uns Berlinern und unseren Gästen ein Ort der Mahnung und Erinnerung sein. Er steht wie kaum ein anderer für Freiheit. Dort sollten uns Stolz und Bewunderung für die vielen mutigen Fluchthelfer und die letztendliche Überwindung der deutsch-deutschen Teilung ergreifen. Stattdessen beschämen Plunder- und Pommesbarracken die historische Stätte und konterkarieren seine hinreichende Würdigung.

Der Bund muss dieses Areal deshalb für eine angemessene Gedenk- und Erinnerungskultur sichern. Ich warne davor, diese Fläche weiterhin sich selbst zu überlassen. Die Fehler der Vergangenheit dürfen nicht wiederholt werden. Man kann einem neuen, noch unbekannten Investor nicht mehr historisches Bewusstsein unterstellen, als man dort selbst bisher gezeigt hat. Bund und Berlin müssen gemeinsame Ideen entwickeln, wie man diesem national und international bedeutsamen Ort die gebotene Geltung verschafft. Dabei sollte gleichsam geprüft werden, ob dort ein Mahnmal als Wunsch der Opferverbände der kommunistischen Gewaltherrschaft (UOKG) realisierbar ist.“