Höhere Strafen für Tierquälerei

Unbekannte legen immer wieder Köder mit Rasierklingen, Schnüren oder sogar Rattengift aus, die lebensbedrohliche Folgen für die Tiere, insbesondere Hunde, haben. Auch in Spandau kommt es zu solchen Verbrechen. Die CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Spandau hat darauf nun reagiert und ein Aktionsprogramm ‚Spandau gegen Tierquäler‘ vorgeschlagen.

Hierzu erklärt der Spandauer Bundestagsabgeordnete Kai Wegner:
„Ich begrüße die Initiative der CDU-Fraktion Spandau sehr. Nicht erst seitdem ich selbst Hundebesitzer bin, höre ich auch bei meinen Runden mit meinem Hund von vielen solchen Fällen. Ich finde es erschreckend, dass man als Hundebesitzer einige Ecken aus Sorge um den eigenen Hund fast meiden muss. Das darf nicht so sein und da ist das Aktionsprogramm ein guter Baustein.

Ein weiterer Baustein ist es, über die Strafverfolgung nachzudenken. Tiere sind Lebewesen und keine Sachen. Sie haben eine Würde und dürfen nicht heimtückisch gequält oder umgebracht werden. Laut Tierschutzgesetz können Tierquäler bis zu drei Jahre ins Gefängnis geschickt werden. Aber die Abschreckung funktioniert nicht, wenn fast immer nur Geldstrafen verhängt werden. Die Richter müssen den Strafrahmen stärker ausschöpfen. Ich werde Justizminister Maas dazu auffordern, in besonders schweren Fällen die Strafandrohung zwingend zu verschärfen. Gefängnisstrafen dürfen dann nicht mehr die Ausnahme sein.“